Gemeinsam mit dem Imkerverein Wetzlar weist der Lahn-Dill-Kreis auf die zunehmende Verbreitung der Asiatischen Hornisse (Vespa Velutina) hin. Die invasive Art wurde erstmals 2023 im Kreis nachgewiesen und breitet sich seitdem aus. Besonders jetzt im Frühling beginnt die Königin der Asiatischen Hornisse, ihre Nester zu bauen. Dafür sucht sie gezielt nach Nahrungsquellen. Da die Nester in dieser Phase noch klein sind, können sie gut entfernt werden, bevor sie zu einer Gefahr werden.
Bei der Asiatischen Hornisse handelt es sich um eine nicht-heimische Art, die 2004 erstmals in Europa – in Frankreich – nachgewiesen wurde. In Frankreich konnte sie die heimische Europäische Hornisse allerdings nicht verdrängen. Sie wird auf der sogenannten Unionsliste invasiver Arten geführt und soll in der gesamten EU an der weiteren Ausbreitung gehindert werden. Sie ernährt sich von den in Deutschland heimischen und geschützten Wildbienen, anderen wichtigen Bestäuberinsekten sowie der Honigbiene und bedroht deren Bestände.
Mithilfe bei der Bekämpfung gefragt
Um die Ausbreitung zu verlangsamen, müssen die Nester der Asiatischen Hornisse möglichst früh ausfindig gemacht und zerstört werden. Hierbei ist auch die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger gefragt: Wer eine Asiatische Hornisse sichtet, kann ein Foto machen und es an Thomas Poetsch, den Vorsitzenden des Wetzlarer Imkervereins senden. Poetsch wird dann den Fundort prüfen und – sollte es sich tatsächlich um eine Asiatische Hornisse handeln – das Nest ausfindig machen und entfernen, um die Ausbreitung der invasiven Art einzudämmen. „Nach dem Motto: viele Augen sehen mehr, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um eine Asiatische Hornisse handelt, schicken Sie mir trotzdem gerne das Foto zu“, betont Poetsch. Sichtungen der Asiatischen Hornisse sollten unter der 0157-7415 3407 per WhatsApp Foto direkt an Herrn Poetsch gemeldet werden. Außerdem können Sichtungen der Asiatische Hornissen auch beim Meldeportal des HLNUG unter https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/hornisse gemeldet werden.
Wie kann man die Asiatische Hornisse identifizieren?
Die Asiatische Hornisse unterscheidet sich von der hier heimischen Art vor allem durch ihre Farbgebung: Sie hat eine schwarze Brust und einen dunklen Hinterleib mit einem schmalen, orange-rotem Band am Ende sowie gelbe Beine.
Die Asiatische Hornisse hat in der Regel zwei Lebensphasen. Im Moment bis etwa 15. Juli gibt es nur Primärnester. Diese befinden sich im urbanen Raum, auffällig oft in der Nähe von Schulen und Kindergärten. Sie sind dabei in Gartenschuppen, Carports, Hausüberständen, Vogelkästen oder auch in schwarzen Aufbewahrungsboxen, in denen auf der Terrasse die Auflagen für Gartenmöbel gelagert werden. Die Höhe, in der sich diese Nester befinden, kann von 50 cm bis 6-10 Meter variieren. Wenn die Nester eine Größe von 10 – 20 cm überschritten haben, kann man die Nester der Velutina gut von Nestern der heimischen Hornisse, die unter Naturschutz steht, unterscheiden. Das (Ausflug-) Flugloch der Velutina wandert immer mehr an die Seite des Nestes.
Im Gegensatz dazu fliegen Europäische Hornissen an der Unterseite des Nestes ein und bauen bevorzugt in geschützterer Lage.

Nest der asiatischen Hornisse. Foto: Thomas Poetsch
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