Der Ortsteil Niederwetz
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Zu helfen wussten sich die Einwohner von Niederwetz schon immer, denn schließlich errichteten sie im Jahre 1880 eine der ältesten Selbsthilfeeinrichtungen - die Konsumstelle. Hier wurden an Mitglieder Heringe, Salz, Hirse, Petroleum und vieles mehr verkauft. So gelang es den Menschen Leben und Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen und ihre Lebensgrundlage wesentlich zu verbessern. Niederwetz wird unter dem Namen „Wettiffa" im Jahre 832 im Lorscher Codex zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Der Verlauf der Geschichte lässt ferner keinen Zweifel darüber aufkommen, dass Bonifatius auch hier Bekehrungen vornahm und den christlichen Glauben verbreitet hat. Fest steht außerdem, dass Niederwetz im 13. Jahrhundert eine Kirche besaß, an deren Stelle jetzt die neue Kirche steht. Durch den Wetzbach ist der Ort heute in zwei Hälften gegliedert, der alte Ortskern liegt in dem Bereich rund um das Backhaus. Besonders sehenswert ist der alte Ortskern mit Backhaus, Kirche, Vincent-Motorradmuseum und alter Schule, die einst als Bürgermeisteramt Verwendung fand. Ferner können einige gut erhaltene Hofreiten und Fachwerkhäuser bei einem Rundgang durch den Ort besichtigt werden. Bei dem gegenüber der Gaststätte Müller in der Wetzlarer Straße gelegenen Fachwerkgebäude soll es sich sogar um einen aus dem Taunus versetzten ehemaligen Amthof von 1772 handeln.
Streichsmühle oder Schlesingers Mühle
Die Geschichte der nördlich von Niederwetz im Siebenmühlental gelegenen Mühle lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu den ältesten Gebäudeteilen der heute dreiseitigen Hofanlage gehört das Wohn- und Mühlenhaus mit seinem dreifachen Fachwerkgefüge.
Vincent-Motorradmuseum
Nach jahrzehntelangem Sammeln ist hier aufgrund der Initiative von Kurt Schupp ein Motorradmuseum entstanden, das nicht nur Freunde der Marke Vincent begeistern wird. Neben bekannten Motorradmodellen der Marken Vincent, Norton und BSA werden auch Unikate, Fahrräder und die deutsche Motorradvergangenheit mit den Marken Victoria, Maico, Kreidler, BMW, Adler, DKW und NSU ausgestellt. Führungen sind nach Absprache mit dem Besitzer möglich. Kontakt: 06445/ 5402.
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