Computer, Unterhaltungselektronik und Kleingeräte
Durch das vollständige Deaktivieren von Geräten mit Bereitschaftsbetrieb (Standby-Funktion) spart ein Durchschnittshaushalt etwa 3 % des elektrischen Stroms ein. Konventionelle Steckernetzteile verbrauchen mehr Energie als elektronische. Bei Unterhaltungselektronik ist meist ein Betriebsschalter installiert, der lediglich den Schwachstrom schaltet – genau wie bei Geräten mit separatem Netzteil ist der Transformator des Gerätes also ununterbrochen am Netz und kann meist nur durch Trennen von der Stromversorgung deaktiviert werden. Viele Geräte (gerade höherwertige) besitzen an der Gehäuserückseite einen vollwertigen Betriebsschalter, der auch den Transformator außer Betrieb nimmt. Moderne Desktop-Computer sind oftmals für die Nutzung als reines Schreibgerät völlig überdimensioniert, so dass ein Großteil der Energie dafür genutzt wird, um Bauteile zu versorgen, die der Benutzer selten auslastet oder überhaupt nicht benutzt. Zudem wird letztendlich die gesamte vom Rechner benötigte Energie in Wärme umgewandelt, die aus dem Gerät abgeführt werden muss. Ein Notebook ist in der Regel deutlich sparsamer, da es als Mobilgerät auf niedrigen Stromverbrauch ausgelegt ist, um die Akkulaufzeit möglichst groß zu halten. Aber auch für Desktop-Rechner und weitere Heimelektronik existieren viele Möglichkeiten, Energie einzusparen.
- Verwendung einer Steckdosenleiste mit Schalter, so dass alle Geräte ohne Umstände komplett vom Stromnetz getrennt werden können
- Master-Slave-Steckdosen verringern den Standbyverbrauch der Peripheriegeräte
- Ausschalten der Geräte (statt Standby-Betrieb)
- Verwendung energiesparender Komponenten: Die Prozessor-Hersteller haben Stromspartechniken in ihre Prozessoren integriert, siehe beispielsweise Cool’n’Quiet (AMD) und SpeedStep (Intel). Hierbei laufen die Prozessoren normalerweise mit etwa halber Rechenleistung, bei nur einem Bruchteil (zumeist 10-20 %) des normalen Energiebedarfs. Wird mehr Rechenleistung benötigt, kann das Betriebssystem den Prozessor automatisch hochschalten.
- Energiesteuerungssysteme nutzen, die in Software und Hardware integriert sind:
- der Leerlauf (Idle), den das Betriebssystem an der Nichtbenutzung von Tastatur und Maus erkennen kann, und welcher das Abschalten des Bildschirms (statt eines rechenintensiven Bildschirmschoners) sowie das Anhalten der Festplatte(n) erlaubt
- die Energiesparmodi etwa nach dem Advanced Configuration and Power Interface-Standard, etwa Standby-Modus (Suspend to RAM) oder der bedeutend sparsamere Ruhezustand (Suspend to disk)
- Aktuelle Netzteile haben einen Wirkungsgrad von bis zu 85 %, billige und ältere Geräte erreichen deutlich weniger.
„Richtiges“ Ausschalten des PCs durch Betätigung des Schalters am Netzteil (Gehäuserückseite) – das softwaregesteuerte Herunterfahren versetzt den PC lediglich in einen Bereitschaftsmodus, in dem bestimmte Teile noch mit Energie versorgt werden. ´
- Ungenutzte Komponenten, wie etwa alte analoge Modem-Karten, ausbauen. Peripherie nur dann einschalten, wenn sie gerade benötigt wird (Scanner, Drucker, USB-Sticks usw.). Nicht benötigte Datenträger aus dem Laufwerk entfernen
- Die Sendeleistung von W-LAN-Geräten lässt sich in vielen Fällen auf das Nötigste reduzieren, dies verringert neben dem Energiebedarf auch die Strahlungsintensität (bei Antennen in demselben Raum genügen meist schon 20 % Sendeleistung)
Nähere Informationen zu Energieeinsparmaßnahmen erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Wirtschaft. Kontakte zu heimischen Unternehmen, die Sie bei der Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen unterstützen können, erhalten Sie bei der Industrie und Handelskammer Lahn-Dill oder der Handwerkskammer.
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